Eldrick "Tiger" Woods


Veröffentlicht am   25.04.2022 von Kai

Wer ĂŒber Profi-Golfer spricht, der kommt an Tiger Woods nicht vorbei. Der am 30. Dezember 1975 in Cypress, Kalifornien, geborene US-Amerikaner hatte bereits in jungen Jahren den Status einer echten Legende.

Mit bislang 15 gewonnenen Major-Turnieren und einem geschĂ€tzten Jahresverdienst von ca. 42,5 Millionen Dollar hat er sicherlich Sportgeschichte geschrieben. Er liegt in der Bestenliste auf Rang zwei hinter Jack Nicklaus und teilt sich mit Sam Snead den Rekord auf der PGA-Tour mit 82 Turniersiegen. Zudem fĂŒhrte er die Weltrangliste fĂŒr 683 Wochen an.

Seine Karriere startete bereits in ganz jungen Jahren. Es wird berichtet, dass der kleine Eldrick bereits im zarten Alter von 6 Monaten die GolfschwĂŒnge seines Vaters nachahmte.

Erster TV-Auftritt mit knapp 2 Jahren

Dieser brachte seinen Sohn dann bereits mit knapp zwei Jahren ins Fernsehen, wo der Kleine unter Beweis stellte, dass er schon einen richtigen Golfschwung ausfĂŒhren konnte. Zudem puttete er öffentlichkeitswirksam mit dem berĂŒhmten Komiker Bob Hope um die Wette.

Schon damals trug er den Spitznamen „Tiger“, den ihm sein Vater gab zu Ehren eines Freundes, der mit dem Vater in Vietnam gekĂ€mpft hatte, wie es heißt.

Im Alter von 13 Jahren hatte bereits jeder wichtige Fernsehsender in den Vereinigten Staaten ĂŒber Woods berichtet und so den Grundstein zur Legendenbildung gelegt.

ZunÀchst zum Studium

Doch bevor er seine Golfkarriere als Profi startete besuchte Woods zunÀchst die Western High School in Anaheim und studierte zwei Jahre lang Volkswirtschaftslehre an der Stanford University.

Zum Profi wurde Woods im Jahr 1996 und konnte schon damals durch seine vorherigen vielfĂ€ltigen Sporterfolge als Amateur begĂŒnstigt die bis dato höchstdotierten WerbevertrĂ€ge der Golfgeschichte unterzeichnen, unter anderem einen Vertrag ĂŒber 40 Millionen US-Dollar mit Nike.

Schnelle erste Erfolge

Erste Erfolge ließen dann nicht lange auf sich warten und so wurde er im selben Jahr bereits von der Sports Illustrated als Sportler des Jahres sowie von der PGA-Tour als Rookie des Jahres ausgezeichnet.

Bereits im folgenden April gewann Woods mit dem Masters mit einem Rekord-Ergebnis von 18 unter Par (270 SchlĂ€ge) und dem Rekord-Vorsprung von 12 SchlĂ€gen sein erstes Major-Turnier. Er war nicht nur der jĂŒngste Masters-Sieger aller Zeiten, sondern zugleich der erste afroamerikanische Sieger.

Insgesamt hat er bei diesem Sieg 20 Turnierrekorde auf- sowie weitere sechs eingestellt. 1996 kamen drei weitere Siege hinzu und am 15. Juni 1997 wurde er, lediglich 42 Wochen nach dem Start seiner Profikarriere, erstmals Weltranglistenerster.

Was dann folgte, ist lĂ€ngst in die Annalen der Golf-Geschichte eingegangen: Mit dem Sieg des Memorial Tournaments im Juni 1999 begann eine Zeit der Dominanz, wie es sie zuvor im Golfsport wohl noch nie gegeben hatte. So beendete Woods die Saison mit vier Turniersiegen in Folge – darunter die PGA Championship – und insgesamt acht Siegen, dem besten Wert seit 1974.

Er dominierte unangefochten die nÀchsten Jahre, sammelte Rekorde wie Preisgelder und wurde zum absoluten Spitzenstar im Golfsport. Diese Position konnte er in den Jahren 2003 und `04 nicht mehr halten, auch wenn er nach wie vor Erfolge verzeichnete.

Letztlich folgte die Umstellung des Golfschwungs, die, inklusive Auswechslung des Schwungtrainers, fĂŒr einen Wiederaufstieg sorgte, der bis 2009 andauern sollte, auch wenn das Jahr 2008 von einer verletzungsbedingten achtmonatigen Pause geprĂ€gt war.

Krisenjahre ab 2009

Ab 2009 wurde das Leben von Tiger Woods durch Krisen beeintrĂ€chtigt, zunĂ€chst privater, dann auch sportlicher Art. Es brach eine sieglose Zeit an, die der Tiger erst im Jahr 2012 beenden konnte. 2013 dann eroberte er sich den Spitzenplatz der Weltrangliste durch einen Sieg bei der Arnold Palmer Invitational gegen Rory McIllroy zurĂŒck.

Doch die ĂŒbermĂ€chtige Dominanz frĂŒherer Jahre ist vorbei. In den Folgejahren gab es fĂŒr Tiger Woods Höhen und Tiefen, Probleme und Verletzungen prĂ€gten diese Zeit. Erst 2018 ging es wieder bergauf. Woods erreichte seine erste Top 5- Platzierung seit 2013 und schließlich den zweiten Platz in einem Major-Turnier.

Sieg mit RĂŒckstand vor der Schlussrunde

Am 14. April 2019 gewann er das Masters zum fĂŒnften Mal, es war sein 15. Major-Sieg und der erste Triumph seit 2008 bei einem der vier großen Turniere. Dabei gelang es ihm zum ersten Mal in seiner Karriere mit einem RĂŒckstand vor der Schlussrunde ein Major-Turnier zu gewinnen.

Mit seinem Sieg bei der Zozo Championship in Japan holte er seinen 82. Erfolg auf der PGA Tour und stellte damit den 54 Jahre alten Rekord von Sam Snead ein.

Licht und Schatten

Doch wo viel Licht ist, da ist auch viel Schatten: Leider haben auch bei dem Tiger einige Krisen, die in die Öffentlichkeit getragen wurden, das Leben ĂŒberschattet. Denn wer derart im Zentrum des Rampenlichtes steht, wie es bei Woods in seinen besten Sportlerjahren der Fall war, den nimmt die Presse bei negativen Nachrichten gern schonungslos auseinander.

Eine Ehekrise samt Scheidung wurde ebenso durch die Medien breitgetreten wie auch eine zeitweilige Liaison mit der Skirennsportlerin Lindsay Vonn und schließlich mehrere AutounfĂ€lle, die unterm Strich aber fĂŒr Woods letztlich immer glimpflich ausgegangen sind. Zuletzt beispielsweise im Februar 2021, als er sich zwar schwere, aber nicht lebensbedrohliche Beinverletzungen zuzog.


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BerĂŒhmte Profi-Golfer